Der Katz’sche Garten

Es ist ja schon eine Schande : da lebt man so lange im Raum  Rastatt  und war noch “nie”   
im Katz’schen Garten. Wenn es nicht mal einen Bericht darüber in der BNN gegeben
hätte, wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, dass es den überhaupt gibt! 

Schöne Beiträge gab es auch im Radio  – SWR 1 zu Örtlichkeiten am Sonntag , wo man sonst
so gar nicht hinkommt. Schön wäre es , wenn es darüber eine Zusammenfassung
der Hörer-Beiträge  gäbe.

Klugscheißer ist mal wieder am Werk –  : Extrakt aus Wikipedia aber meine Bilder vom Sonntag reingepackt  : 

Der Katz’sche Garten wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von einem italienischen Gartenbaumeister angelegt
und befindet sich  am Ufer der Murg gegenüber der Villa der Murgschifferfamilie Katz,
welche durch Friedrich Weinbrenner von 1797 bis 1813 erbaut wurde.

Der ursprüngliche Baumbestand aus dem 19. Jahrhundert ist teilweise bis heute erhalten und daher äußerst wertvoll,
darunter eine Sumpfzypresse aus Florida und zwei Magnolienbäume, die zu den ältesten Deutschlands bzw.
nördlich der Alpen zählen sollen.

               
Der Gernsbacher Baumeister Adolf Abel (nicht zu verwechseln mit dem Architekten Adolf Abel) erweiterte 1846 den Garten nach Norden. Für diese Erweiterung musste ein Nebengebäude mit Pferdestallung weichen, an dessen Stelle ein Teehaus trat.
Durch seinen klassizistischen Baustil wurde dieses Teehaus zum Mittelpunkt der Wegeachsen im Garten.
Heute dient es restauriert als Gartenpavillon.

     

Während der Badischen Revolution 1849 diente der Garten zur Murguferseite den preußischen Truppen als Gefechtsstellung.

Maßgeblich wurde der Katz’sche Garten von Johanna Katz geprägt. Zwischen 1913 und 1952 sammelte sie für den Garten
Steinmetzarbeiten (zum Teil aus der Gernsbacher Altstadt) und schmiedeeiserne Kunstgegenstände, welche aus dem 15. bis 19. Jahrhundert stammen. Somit wurde der Garten, der für hohe gesellschaftliche Anlässe und Ereignisse in der Zeit der
Hochblüte der Murgschifferschaft bestimmt war, ein Prestigeobjekt der wohlhabenden und einflussreichen Familie Katz.

                       

dieses Brunnen- Bild  erinnert an die Serie  von  Gereon Heil –  Maulreißer aus der  Kapelle / Fries von Trémalo
aus – Le monde renversé 1994
     – hier ein Hinweis zur  Homepage: 

 Fries von Tremalo         

      

In den 1960er Jahren wurde der Garten für die Allgemeinheit geöffnet. Um dem Zeitgeist zu entsprechen, wurden Betonplatten verlegt und die ursprünglichen Formen verändert. Dies und der Ausbau der Bleichstraße fügten dem Garten tiefe Wunden zu.

Diese Wunden führten letztendlich dazu, dass die Gäste ausblieben. Der Garten überalterte, die Pflanzen wucherten und die baulichen Einrichtungen verfielen. Der Betrachter konnte an diesem Punkt angelangt die ursprüngliche Idylle an der Murg aus den
glanzvollen Zeiten nur noch erahnen.

1995 begann ein ehrenamtlich tätiger Arbeitskreis: der Arbeitskreis Katz’scher Garten.
In dieser Zeit blieb der Garten zwar geschlossen, doch konnte er durch die Hilfe des Arbeitskreises
in Zusammenarbeit mit der Stadt Gernsbach aufwendig restauriert und im Juli 2001 wieder öffentlich eröffnet werden.
Und das war gut so !! 

Die historischen Formen wurden bei der Restaurierung weitestgehend beibehalten. Das Grundstück gehört inzwischen
der Pfleiderer (Unternehmen) und nicht mehr der Familie Katz, jedoch kümmert sich der Arbeitskreis um Jürgen Illig
weiterhin um die Anlage und weiteren Neuanschaffungen.

Jürgen Illig verlieh der Anlage durch etliche aus Italien, den USA und Asien importierten Palmen und Pflanzen einen exotischen Flair und bestrebt eine weitere Erweiterung.

Schlussfolgerung : das hat sich gelohnt – es ist bei Sonnenschein ein wahrer Genuss !

Was könnte besser dazu passen als ein fröhliches Stück aus der alten Barockzeit 🙂  

 

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